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Nachrichten aus der Kunstszene

Rise Art Top 5 – asiatische Künstler

Entdecken Sie neue Kunst von aufstrebenden oder etablierten zeitgenössischen asiatischen Künstlern auf der ganzen Welt.

Von Tatty Martin | 26. März 2021

Als Wegbereiter neuer Stilrichtungen, Genres und Strömungen stehen asiatische Künstler an der Spitze der aktuellen Kunstentwicklung. Bei Rise Art finden Sie spannende Originalkunstwerke von asiatischen Nachwuchskünstlern sowie von bekannten, etablierten weltweit tätigen Künstlern.

 

Takashi Murakami

Im Jahr 2014 wurde Yayoi Kusama zur beliebtesten Künstlerin der Welt gekürt. In den darauffolgenden sieben Jahren konnte man ihren Einfluss überall spüren – von den Wänden der weltweit renommiertesten Kunstgalerien, über Designstile, bis hin zur Ausrichtung der konzeptgeleiteten Kunst. Neben ihren asiatischen Künstlerkollegen Takashi Murakami und Ai Weiwei ist Yayoi Kusama zweifelsohne prägend für die heutige Kunstwelt. 

In diesem Kunst-Guide sehen wir uns weitere asiatische Künstler genauer an, die sich in der Kunstszene gerade einen Namen machen. Von der ikonischen Modefotografie oder Vikram Kushwah zu den impressionistischen Porträts von Ta Byrne – in unserer Online-Galerie finden Sie unter anderem eine große Vielzahl von Kunstwerken von asiatischen Malern, Fotografen und Bildhauern. Entdecken Sie unsere Top 5 asiatischer Künstler oder stöbern Sie in der umfangreichen Sammlung asiatischer Kunst auf Rise Art.

Flower Ball (Lots of Colors), 2013, von Takashi Murakami

 

Kotaro Machiyama

Der japanische Maler Kotaro Machiyama verleiht seinen abstrakten Kunstwerken einen schonungslos illustrativen Stil. Die scharfkantigen, definierten Formen, die seine Leinwand dominieren, werden übereinandergelegt, wodurch sie eine farbenfrohe Dynamik erzeugen. Machiyamas Gemälde sind inspiriert von der Schönheit der Zeit sowie von Raum und Zeit. Er vergrößert unkenntliche Gegenstände, die Sehnsucht und Anziehungskraft reflektieren. 

Die scharfen Linien und Formen, aber auch die Konsistenz der Farbe erzeugen eine digitale Ästhetik. Machiyama plant seine Gemälde in Photoshop. Dort spielt er mit dem Arrangement und der Komposition des Bildes, bevor er es mit Acrylfarben umsetzt.

Er lebt und arbeitet in Tokio, wo seine Kunst in den letzten zehn Jahren in verschiedenen Einzel- und Gruppenvernissagen ausgestellt wurde. Machiyama hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, unter anderem den renommierten Daikokuya Contemporary Art Award.

Name, 2020, von Kotaro Machiyama

 

Krista Kim

Am besten bekannt ist Krista Kim wahrscheinlich als Begründerin der Techism-Kunstbewegung, die die Verbindung von Technik und Kunst feiert. Ihre großformatigen, leuchtenden Kunstwerke spielen mit Licht und Farbe in Form abstrakter Gemälde. Ähnlich wie bei Lei Sylvie verleiht Kims aufmerksame Arbeit mit Licht ihrer Kunst eine fesselnde Tiefe. Regenbogenfarbverläufe ohne konkretes Zentrum oder fokussierte Definition hinterfragen das Verständnis von Abstraktion beim Betrachter. 

Kim nennt Rothko mit seiner Fähigkeit, das Menschliche mit etwas Größerem als uns selbst zu verbinden, als eine ihrer wichtigsten Inspirationsquellen. Ihre Gemälde lassen sich bestimmten Kunstwerken abstrakter Expressionisten zuordnen und stehen mit ihrer Farbfeldästhetik dennoch für sich. Diese neue Art des Color Field Painting folgt der Theorie von Marshall McLuhan, dass „das Medium die Botschaft ist“. Trotz ihrer Abstraktheit haben Kims Bilder eine direkte Botschaft und verwischen dabei die Grenzen zwischen Wissenschaft und Kunst. 

No. 672 v.3, 2015, von Krista Kim

 

Li Shan Chong

Die kleinformatigen, intimen Gemälde von Li Shan Chong befassen sich mit der Fragilität menschlicher Emotionen. Hauptschwerpunkt ihrer Bilder liegt auf dem Thema Weiblichkeit. Durch die häufig nackten oder weinenden Figuren vermitteln sie eine eindeutige Verletzlichkeit. Chongs kleinformatige Leinwände spiegeln die Verwundbarkeit ihrer Motive, da der Betrachter dazu animiert wird, näher ans Bild heranzutreten. 

Die Titel von Li Shan Chongs Gemälden sind gleichermaßen poetisch wie melancholisch. Häufig nehmen sie Bezug auf die Tränen, die ein wiederkehrendes Sujet darstellen. Diese Tränen werden durch Chongs illustrativen Stil noch hervorgehoben, durch den sie zu einem eigenen neuen Narrativ erweitert und vergrößert werden. Dieser opake Fluss aus Tränen verleiht Chongs Gemälden einen surrealistischen Touch, in der die reale Welt und Fantasiewelt verschmelzen. 

Die Art und Weise, mit der Chong ihre Figuren aus der Realität herauslöst, findet sich in ähnlicher Form auch bei Tou Toa, einem Künstler, der sich mit der Bedeutung von Raum und Zeitlosigkeit befasst. Obwohl Toa hierfür ein anderes Medium und einen anderen Stil verwendet, haben seine Gemälde dennoch eine ähnliche Tonalität wie bei Chong – beide verleihen ihren Figuren eine wehmütige, entrückte Präsenz. 

namida series no. 0912, 2016, von Li Shan Chong

 

Hiroshi Sato

Der japanische Künstler Hiroshi Sato erschafft stimmungsvolle Porträts und ruhige Stillleben mit Öl-Malerei. Satos realistischer Stil ist inspiriert von Künstlern wie Vermeer, Hopper und Cézanne. Sein Ansatz vermittelt eine eindringliche Stille, was sich häufig in seinen Motiven zeigt, die sich selbstvergessen vom Betrachter abwenden. Dadurch wird der Betrachter in gewisser Weise zum Voyeur, was uns mit unserer eigenen Rolle in dieser Szene und damit im Gemälde konfrontiert. 

Sato verwendet in seinen Gemälden häufig gedeckte Erdtöne, die die Unaufgeregtheit der Szenerie widerspiegeln. Seine Farbpalette ist vergleichbar mit der von Sio Kit Lai, der ebenfalls karge und poetische Alltagsbeobachtungen dokumentiert. 

Satos Gemälde wurden bisher in verschiedenen Ausstellungen in den USA, unter anderem in Sammlungen und Kunstgalerien in New York, San Francisco und Colorado, gezeigt. Seine Kunst wurde außerdem in verschiedenen Magazinen vorgestellt, beispielsweise in Juxtapoz, Fine Art Connoisseur und Visual Art Source. 

Ducks, 2018, von Hiroshi Sato

 

Pak Keung Wan

Pak Keung Wan ist ein Multi-Media-Künstler, der mit Fotografien, Zeichnungen und Installationen arbeitet. Sein primäres Medium ist das Zeichnen: Hier erschafft er charakteristisch minimalistische klein- bis großformatige Kunstwerke. Die Schwerpunkte liegen bisweilen auf Einfachheit und Wiederholungen, manchmal arbeitet er mit alten Fotografien. Wans Kunst fesselt durch ihre Schlichtheit und ihren Detailreichtum. 

Aktuell lebt Wan im englischen Birmingham, seinen Wohnsitz und seine Ausstellungen konnte man jedoch bereits an so unterschiedlichen Orten wie Nebraska und Neu Delhi finden. Mit seiner einzigartigen konzeptuellen Herangehensweise ans Zeichnen hat Wan dieses traditionelle Medium völlig neu interpretiert und erzielt damit sowohl Komplexität als auch Relevanz.

Untitled #18 (aus der Serie Solar Caress), 2017, von Pak Keung Wan

 

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