Der Mensch in der Kunst

Verity Babbs

Kuratiert von Verity Babbs

Das Jahr 2020 hat uns eine Zeit der Selbstreflexion beschert, vielleicht mehr als jedes andere Jahr des 21. Jahrhunderts bisher. Unter Quarantänebedingungen, mit mehr Zeit als je zuvor in geschlossenen Räumen und vielleicht sogar beurlaubt von der Arbeit, haben wir den Blick nach innen gerichtet und uns mit unserem Leben, unseren Zielen und Überzeugungen auseinandergesetzt.

In dieser Kollektion werfen wir einen Blick auf einige der Porträts, die unsere Künstler seit Beginn des Jahres geschaffen haben. Diese Darstellungen der menschlichen Gestalt und des Gesichts variieren im Stil, von der abstrahierten, gekrümmten Figur in Mazen Khaddajs "I can't remember when I last saw you" bis zur verschwommenen fotografischen Form in Iliana Toshevas "Alter ego 1".

Die Darstellung der menschlichen Gestalt und der Ausdruck unserer Identität ist eine uralte künstlerische Praxis, und die Künstler von heute haben sich von den Stilrichtungen und Bewegungen, die ihnen vorausgegangen sind, inspirieren lassen. Der Einfluss von James Rosenquists makellosen Figuren ist zum Beispiel in "The fish of my dreams" von Vadim Kovalev zu sehen, der die fischende Frau mit einem für die Pop Art charakteristischen Schimmer von Sexualisierung darstellt. In Francesco Polazzis "Still life in a portrait" sehen wir ein fast kubistisches Abstraktionsniveau, bei dem sich das "Porträt" mit angedeuteten botanischen Formen vermischt.

Unser Selbstbild im Jahr 2020 scheint hochkomplex zu sein, ein Tanz zwischen Distanz und Intimität, Ehrlichkeit und Verstecken. In Darren Macphersons "Redusa", einer Anspielung auf Caravaggios "Medusa", sehen wir, wie Identitäten durch gesellschaftliche Erwartungen unterdrückt werden (man beachte die formelle Krawatte und das Hemd sowie die dicke, violette Farbe, die das Gesicht der Figur bedeckt). In Georgia Pesketts "Commuter" fängt die Künstlerin eine kurze Begegnung ein, wie sie viele Menschen hunderte Male am Tag erleben. In einer Zeit, in der es durch die sozialen Medien schneller denn je möglich ist, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, erinnert uns Pesketts Arbeit daran, dass wir immer noch auf viele andere Arten isoliert sind.

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