Meine malerische Praxis erforscht, wie wir das Reale konstruieren, wahrnehmen und bewohnen. Ich entwickle Welten, in denen menschliche Figuren, Architekturen, organische Formen, technologische Muster und Landschaften aufeinandertreffen, indem ich frei auf Wissenschaft, Literatur, Mythologien und mein intimes Umfeld zurückgreife.
Jede Serie entsteht aus einem anderen Protokoll. So habe ich Räume entworfen, in denen Charaktere, Architekturen und Muster von einer Leinwand zur anderen zirkulieren, inspiriert von der kosmologischen Hypothese eines grenzenlosen Universums. Mit Latium wird die Pareidolie zu einem Werkzeug der Entkonditionierung: Flecken, die auf dem Träger hinterlassen werden, bleiben in der Schwebe, bis Formen auftauchen, die sich dann zu hybriden Organismen entwickeln, die von gewöhnlichen Anatomien und physikalischen Gesetzen befreit sind. In Les Empyréens verlagert sich diese Forschung ins Intime: Fotografien aus der Kindheit meiner Angehörigen werden zu maskierten allegorischen Porträts, in denen Objekte, Tiere und Landschaften eine symbolische Kartographie ihrer Identität bilden.
Von einer Serie zur anderen versuche ich so, Geräte zu produzieren, die in der Lage sind, meine eigenen Automatismen zu überlisten und die Grenzen zwischen Realität und Imagination, Individuum und Kollektiv, Erinnerung und Projektion zu verschieben. Die Malerei wird weniger zur Darstellung einer Welt als vielmehr zu dem Raum, in dem sich diese kontinuierlich neu zusammensetzen kann.