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Ausgewählte Künstler

Rise Art Top 5 – zeitgenössische Minimal-Art-Künstler

Unser Kuratoren-Team hat fünf zeitgenössische Künstler ausgewählt, die Wegbereiter der Minimal Art bzw. des Minimalismus von heute darstellen. Ob Bildhauer, Maler, Druckgrafiker – die Top 5 zeitgenössischer Minimal-Art-Künstler von Rise Art zeigt Künstler, die an der Spitze dieses hochfaszinierenden Kunststils stehen.

Von Tatty Martin

Der Minimalismus entstand etwa in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er stellt die konventionellen Methoden infrage und rückt gleichzeitig die Wesentlichkeit der Kunst in den Fokus. Vergleichbar mit Strömungen wie dem abstrakten Expressionismus, der sich ebenfalls in den USA entwickelte, etablierte sich der Minimalismus als Erweiterung der Abstraktion. Der Minimalismus beschäftigt sich weniger mit dem Symbolismus und mehr mit der Körperlichkeit und unterscheidet sich damit von seinen Pendants unmittelbar in der Art und Weise, wie formale Elemente einer Leinwand auf ihr Wesentliches destilliert wurden. Die Minimal Art zeichnet sich durch geometrische Formen, viel Raum und einen dominierenden Ordnungssinn aus. Sie ist authentisch in ihrer Präsentation – „Man sieht, was man sieht“, so Frank Stella.

Heute folgt der Minimalismus dieser Tradition in der Malerei, Fotografie und Bildhauerei. Unser Kuratoren-Team hat fünf zeitgenössische Künstler ausgewählt, die Wegbereiter der Minimal Art bzw. des Minimalismus von heute darstellen. Ob Bildhauer, Maler, Druckgrafiker – die Top 5 zeitgenössischer Minimal-Art-Künstler von Rise Art zeigt wichtige Vertreter dieses hochfaszinierenden Kunststils.

 

Untitled Layer Painting #002 von John Bingham

 

Top 5 – zeitgenössische Minimal-Art-Künstler

Leigh Bagley

Leigh Bagleys Spektrum umfasst Collagen, digitale Kunst und Druck. Seine geometrischen Kunstwerke faszinieren mit besonderer Tiefe und Detailreichtum. Bagley ist ein Favorit unter Innendesignern und Architekten und überzeugt durch sein unfehlbares Gefühl für Ausgewogenheit, Farbe und das Zusammenspiel zwischen beidem, wodurch er spannende und hypnotisierende Kunstwerke entstehen lässt.

 

Newton No:3 von Leigh Bagley

 

Newton No:3 zeigt die Bedeutung des Prozesses in Bagleys Arbeit. Er legt die Aufmerksamkeit auf die vielen Schritte, die in den Schaffensprozess einfließen. Dieser Digitaldruck mit begrenzter Auflage demonstriert die buchstäbliche Vielschichtigkeit des Kunstwerks.

 

Loop von Leigh Bagley

 

Luis Medina

In seinen expressiven minimalistischen Gemälden beschäftigt sich der spanische Künstler Luis Medina ebenfalls mit geometrischen Formen, Überlagerungen und Kompositionen. Angespornt von dem Bestreben, der Optik eine tastbare Sinnesebene zu verleihen, nutzt Medina vorwiegend Acrylfarben für seine Kunst. Durch sein Auge für Farbe, gepaart mit dem Spannungsfeld zwischen Formen und Linien, entstehen Gemälde und Skulpturen, die den Betrachter auffordern, sein Formenverständnis in der Kunst zu hinterfragen.

 

Red Against Pink von Luis Medina

 

Von den intensiven, fast schon leuchtenden Farben in Gemälden wie Red Against Pink (Rot gegen Pink) bis hin zur zurückhaltenden, monochromen Palette in Cube H negiert Medina Muster, Exaktheit oder Ausgewogenheit durch seinen Einsatz von Formen. Stattdessen möchte er mit seinen Arbeiten Emotionen anregen und starre, losgelöste Strukturen in einladende Kunstwerke verwandeln.

 

 Cube H von Luis Medina

 

Persi Darukhanawala

Mit seinen minimalistischen Kunstwerken möchte Persi Darukhanawala ebenfalls das Gefühl von Verbundenheit wecken. Durch die Kombination von kontrastreichen Arrangements mit einem abstrakten expressionistischen Stil und gestischen Zeichen veranlasst Darukhanawala den Betrachter, genauer hinzusehen. Persi Darukhanawala arbeitet weitestgehend auf Papier, um Dialog und Kommunikation zwischen Betrachter und Kunstwerk zu fördern.

 

It’s gonna happen … von Persi Darukhanawala

 

Ob im dynamisch-fesselnden It’s gonna happen … oder im mondrianischen Too small to take a fall – die Gemälde von Darukhanawala beschäftigen sich mit dem Spannungsfeld zwischen Form und Farbe in einem Kunstwerk.

Viele von Darukhanawalas Bildern weisen einen kreisförmigen Fokus auf, der auf das hindeutet, was dem Kunstwerk zugrunde liegt. Diese häufig mittig positionierte zentrale Sogwirkung nimmt den Betrachter mit in die eigene Welt des Werkes. Über seine Kunst sagt Darukhanawala, dass „sie nicht mehr ihm gehört, sobald sie zu trocknen beginnt“.

 

Too small to take a fall von Persi Darukhanawala

 

Susan Phillips

Die Bildhauerin Susan Phillips arbeitet ebenfalls mit runden Formen und hat eine Serie mit Keramiken entworfen, die sowohl vom Minimalismus als auch von der Architektur inspiriert wurden. Phillips Minitatur-Plastiken werden mit dem typischen Porzellanweiß veredelt und befassen sich mit der Interaktion verschiedener Formen, insbesondere Kurven und Geraden.

In jeder Plastik demonstrieren geringfügige Anpassungen die Korrespondenz von Form und Linien. Manchmal sind die Kurven gekippt, bei anderen wird die Gestalt verändert oder eine parallele Linie hinzugefügt. Die Plastiken funktionieren als Serie, wo sie ein gemeinsames Narrativ erschaffen, oder auch als Einzelstück. Ob zusammen oder allein – sie sind gleichsam zerbrechlich wie stabil, dauerhaft und stets veränderlich.

 

no.36 von Susan Phillips

 

John Bingham

Die minimalistische Kunst des in London ansässigen Künstlers John Bingham legt den Schwerpunkt auf die Sprache der Wiederholung. Binghams Stil ist einzigartig vielfältig und reicht von collagierten geometrischen Gemälden über realistische Zeichnungen bis hin zu abstrakten Mixed-Media-Arbeiten.

 

Body von John Bingham

 

In Binghams Gemälde Body verweisen drei Formen und zwei Farben auf die Komposition des menschlichen Körpers, während die überlagerten Linien und komplexen Arrangements in Collate 3 an die Optik einer Stadtkarte oder die Luftaufnahme einer Stadt erinnern. Mit beiden Stilen kombiniert Bingham eine abstrakte und minimalistische Herangehensweise, um die Aufmerksamkeit auf die wesentliche Natur der Gemälde zu lenken.

Verwandte Kunstwerke

Weiterführende Literatur

 

 

 

 

 

 

 

 

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