Delphine Lebourgeois ist eine französische Künstlerin, die in London lebt. Sie studierte an der École des Beaux-Arts de Lyon und schloss ihr Masterstudium an der Central Saint Martins ab.
Sie arbeitet mit digitalen Medien, Tinte, Aquarell, Acryl und Siebdruck, und ihre Praxis beginnt konsequent mit Collage. Durch das Zusammenstellen gefundener Bilder in sorgfältig inszenierten Kompositionen konstruiert sie geschichtete Erzählungen, die zwischen Illustration und bildender Kunst wechseln und dabei subtil die Grenzen zwischen ihnen in Frage stellen.
Ihre Arbeiten erforschen die menschliche Psychologie, Popkultur, Konsumverhalten und Geschichtenerzählen. Sie greift auf Referenzen zurück, die von antiker griechischer Skulptur bis zu japanischem Raum-Anime reichen, und schafft präzise visuelle Szenarien, in denen rebellische weibliche Figuren im Mittelpunkt stehen. Oft als Kollektiv dargestellt, verkörpern diese Charaktere Solidarität, Widerstand und individuelle Freiheit. Während ihre Bilder erotische Untertöne tragen können, bleiben Humor und Verspieltheit zentral, wobei Empowerment mit Witz in Einklang gebracht wird.
In ihrer Soloausstellung 2025 "Play (Broadworks)" präsentierte sie eine Reihe von Arbeiten auf Papier, die kreative Freiheit feierten. Ihre kriegerisch anmutenden Heldinnen tauschten Waffen gegen Vergnügen aus und verstärkten einen Ton der freudigen Befreiung.
Lebourgeois hat international in Europa, Asien und den Vereinigten Staaten ausgestellt. Ihre Arbeiten wurden in The Guardian, Vogue, Stylist und Time Out vorgestellt, und 2019 wurden ihre Bilder als Street Art im Videospiel Need for Speed Heat von EA Games integriert.