Sandra Blow forderte in den 1950er Jahren stereotype männliche Vorstellungen von abstrakter Kunst heraus.
Sandra spielte Mitte des 20. Jahrhunderts eine wichtige Rolle in der Künstlergemeinschaft von St. Ives.
Sandras perfekt unausgewogene Werke wurden international ausgestellt, mit Retrospektiven in großen Galerien wie der Tate St Ives und der Royal Academy of Arts in London.

Die verstorbene britische Künstlerin Sandra Betty Blow (1925–2006) wurde in den 1950er Jahren als Pionierin der britischen abstrakten Bewegung bekannt. Ihre beeindruckende Karriere erstreckte sich über mehrere Jahrzehnte. Sie schuf einzigartige und gefühlsbetonte Werke, die rhythmische und konstruierte Formen mit einem großzügigen Einsatz von Farbe verbinden.

Ausbildung und frühe Karriere

Sandra wurde in London geboren, verbrachte aber den größten Teil ihrer Kindheit auf der Obstfarm ihrer Großeltern in Kent, um sich von Scharlach zu erholen. Hier entdeckte sie ihre Leidenschaft für die Malerei. Sandra besuchte von 1941 bis 1946 die Saint Martin's School of Art und dann kurz nach dem Zweiten Weltkrieg von 1946 bis 1947 die Royal Academy Schools. Später studierte die Künstlerin an der Accademia di Belle Arti in Rom, wo sie den italienischen bildenden Künstler Alberto Burri kennenlernte, der ihr baldiger Partner wurde und ihren Stil und ihre Herangehensweise ein Leben lang beeinflusste. Nach ihrer Rückkehr nach London im Jahr 1950 begann Blow trotz ihrer Jugend, sich in der Kunstszene zu behaupten, und schon bald war sie Vorreiterin der nationalen Bewegung für abstrakte Kunst.

Stil und Herangehensweise von Sandra Blow

Sandra führte eine neue und ausdrucksstarke Abstraktion in die britische Kunstszene ein und war eine der frühesten und originellsten Künstlerinnen, die den „Macho-Kult“ um die abstrakte Kunst der 1950er und 1960er Jahre herausforderte. Ihre Ungezwungenheit und experimentelle Verwendung von billigen, weggeworfenen Materialien wie Sägemehl, Sackleinen und Gips in Collage und auf Leinwand wurde mit Faszination und Bewunderung aufgenommen. Der ursprüngliche Ansatz der Malerin war in rustikalen und instinktiven erdigen Texturen verwurzelt. Ihre späteren Arbeiten wurden mit einem Optimismus und Elan der 1960er Jahre stilisiert, wobei sie pastorale Paletten gegen leuchtende, kräftige und kontrastreiche Farben austauschte, wie im abstrakten Siebdruck Interaction (Interaktion, 2000) zu sehen ist.

Ausstellungen und Sammlungen

Sandras schonungslose Herangehensweise an Drucktechnik und Malerei wurde weltweit gefeiert. In den 1950er und frühen 1960er Jahren stellte sie regelmäßig bei Gimpel Fils, einer damals führenden Londoner Galerie, aus. Seitdem wurden Sandras Werke international ausgestellt, unter anderem im Museum of Modern Art in New York und auf der Biennale in Venedig. Die Tate St. Ives und die Royal Academy of Arts in London haben Retrospektiven von Sandras Arbeiten veranstaltet, die nun wertvolle Ergänzungen der Arts Council Collection und der Tate-Sammlung sind.

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