Federica Aiello Pinis Praxis entfaltet sich durch Collage, Mischtechnik und Nähen als eine Möglichkeit, Komplexität zu halten. Fragmente von Papier und Erinnerung verbinden sich zu geschichteten, oft räumlichen Kompositionen, während eingefügte Elemente aus früheren Arbeiten spezifische Energien tragen, die Kontinuität über entfernte Zeiten und Orte schaffen. Ihr Prozess ruft eine rituelle Dimension hervor und artikuliert eine synchronische Vision der Realität, in der menschliche Erfahrung miteinander verbunden und nicht linear ist. Durch Materialien wie Acryl, Öl, Pastell, Bleistift, Blattgold, Kristalle und Holz konstruiert sie ein nicht-lineares Zeitverständnis, in dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft koexistieren und zu einem Umdenken der Realität als ein Feld verwobener Möglichkeiten einladen.
Nachdem sie mehrere Jahre in Panama gelebt hat, wurde ihre Arbeit stark von den üppigen Wäldern und lebendigen Farben beeinflusst, die sich mit den sonnengebleichten Tönen Siziliens und den sanften Neutralen Norditaliens verweben, die ihre innere Sensibilität prägen. Später brachte der mächtige Atlantik in Portugal einen neuen Rhythmus in ihre Praxis, der sie mit erweiterter Energie und Bewegung erfüllte. Derzeit in Italien ansässig, wurde ihre Arbeit international ausgestellt und ist in privaten und institutionellen Sammlungen weltweit, einschließlich der Portugiesischen Botschaften in Panama und Oslo, vertreten.