Kathryn Desforges' prozessorientierte Werke tragen Echos elementarer Kräfte und halb erblickter, halb erinnerter Orte - sie vermitteln eine leise Präsenz, durchdrungen von einem Gefühl sowohl von Stärke als auch von Zerbrechlichkeit.
Ausgebildet als Druckgrafikerin mit einem starken Hintergrund in der Zeichnung, nähert sie sich ihren Werken durch diese Linse - Schichten von Farbe, collagierten Drucken, Farbresten, Schnitzereien, Abschleifen und dem Umarmen des Zufälligen aufzubauen. Jedes Werk entwickelt sich durch Experimentieren, intuitive Entscheidungsfindung und das Gleichgewicht von Kontrolle und Unberechenbarkeit. Sanfte, organische Striche stehen starren Formen, Linien und Kanten gegenüber und schaffen Verschiebungen im Gleichgewicht und in der Spannung, während sich die Kompositionen entwickeln.
Die resultierenden Werke fühlen sich an wie Neubetrachtungen - Rückstände von Erinnerung und Ort, destilliert durch einen fortlaufenden Dialog mit Materialien. Ihre bemalten, gefleckten, geschnitzten und geschliffenen Oberflächen offenbaren sich allmählich bei näherem Hinsehen. In jüngsten Arbeiten vervielfältigen sich repetitive Gesten und bauen sich über Oberflächen wie Trümmer auf, was auf größere elementare Prozesse, gerichteten Fluss und Massenbewegung hindeutet.
Kathryn hat einen BA in Bildender Kunst von der Kingston University und hat Künstlerresidenzen im Vereinigten Königreich und in Japan absolviert, wo sie die Holzschnittdrucktechnik studierte - eine Erfahrung, die einen tiefgreifenden Einfluss auf ihre Praxis hatte. Ihre Arbeiten sind in der Tate Library Artist Book Collection vertreten, und zu den jüngsten Ausstellungen gehören die Woolwich Contemporary Print Fair und No Place Art 2025, wo sie zwei Preise erhielt.






