Fleur Patrick wurde in Neuseeland geboren und emigrierte als Kind in das Vereinigte Königreich. Ihre Erfahrungen mit Vertreibung und Entfremdung sowie eine langanhaltende Sensibilität für Wahrnehmung und Ort prägen ihre Erforschung von Erinnerung, Identität und Zugehörigkeit.
Sie erwarb einen Abschluss mit Auszeichnung in Bildender Kunst, bevor sie 2003 einen Masterabschluss in Malerei am Royal College of Art abschloss. Zu ihren Auszeichnungen gehören der Zurich Contemporary Painting Prize, der Amlin Painting Award und der Desmond Preston Drawing Award. Ihre Arbeiten wurden umfassend ausgestellt und befinden sich in zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen. 2026 präsentierte sie ihre erste museumseigene Einzelausstellung in den Lakeside Arts in Nottingham.
Ihre Gemälde erkunden architektonische Räume, die aus gefundenen Bildern entnommen sind, und zeigen oft Orte, die sie nie besucht hat, die sich jedoch seltsam vertraut anfühlen. Sie arbeitet mit geschichteter Ölfarbe und baut Oberflächen durch Prozesse der Anwendung und Entfernung auf und ab, wobei sie Zufall und Materialverhalten die Bilder neben einer bewussten Struktur formen lässt.
Die Gemälde existieren zwischen Erinnerung und Erfindung, Klarheit und Desorientierung und laden die Betrachter ein, instabile Räume zu navigieren, in denen Wahrnehmung, Ort und Bedeutung ungelöst bleiben. Durch diese Spannung zwischen Kontrolle und Unvorhersehbarkeit reflektiert das Werk über Vertreibung, Entfremdung und die Unsicherheit der Erinnerung.