Guiselt Thaiz arbeitet in Malerei und Skulptur und entwickelt ihre Praxis durch eine direkte physische Auseinandersetzung mit Materialien. Sie malt auf ungrundierten Segeltüchern, die auf dem Boden ausgelegt sind, und verwendet selbstgemachte Pigmente, die aus Böden gesammelt wurden, die an verschiedenen Orten gefunden wurden, sowie Spirulina, Rotkohl und Muscheln. Dieser Ansatz macht ihre Arbeit umweltbewusst und verankert sie in den Texturen und Transformationen der natürlichen Welt, wodurch Kunstwerke entstehen, die praktisch keinen Einfluss auf die Umwelt haben.
Ihre Farbpalette erinnert an die wechselnden Töne des Karibischen Meeres, verwoben mit der dominikanischen Landschaft, in der sie aufgewachsen ist, und den deutschen Wäldern, in denen sie derzeit lebt. Verwurzelt in der Natur erkundet ihre Praxis die Idee von Heimat, Erfahrungen von Migration und die Frage, wie Kunst nachhaltig produziert werden kann.
Geboren in New York City und aufgewachsen in Santo Domingo, erhielt Thaiz zwanzig Jahre lang eine Ausbildung im klassischen Ballett, bevor sie sich den bildenden Künsten zuwandte. Sie studierte an der Altos de Chavón School of Design und der Universität der Künste Berlin (UdK), wo sie den Fine Arts Award des Präsidenten 2021 erhielt.