Delphine Grandvaux schafft Skulpturen aus Draht, die sich durch ihre Leichtigkeit und Transparenz auszeichnen. Sie verankert ihre Arbeit in einer tiefen Erkundung von Materie und Form.
Nach mehreren Jahren, die der Tonbearbeitung gewidmet sind, wendet sie sich dem Draht zu, um luftigere Formen zu schaffen, die von der Schwere befreit sind. Dieser Übergang von Erde zu Metall markiert einen entscheidenden Schritt in ihrer Forschung: von einer Skulptur, die sich auf die Masse konzentriert, entwickelt sie sich zu einer Schrift aus Linien, Raum und Licht.
Inspiriert vom Lebendigen und seinen biologischen Strukturen erkundet sie die vielfältigen Facetten auf der Suche nach einem Gleichgewicht und einer Emotion, die die Vorstellungskraft nähren können. Die Volumen, die daraus entstehen, scheinen zu wachsen, sich auszubreiten und zu vibrieren wie Organismen in Transformation oder Bewegung.
In ihrem Universum nimmt der Raum eine wichtige Rolle ein. Er durchdringt die Skulptur, verleiht ihr Atem und macht Raum und Licht zu eigenständigen Elementen der Komposition. Der Blick wird nicht von der Form aufgehalten: Er zirkuliert durch sie hindurch. Diese Beziehung zum Raum schafft eine poetische Dimension und offenbart das fragile Gleichgewicht der Dinge.
Der Ansatz von Delphine Grandvaux ist Teil einer offenen, sich ständig weiterentwickelnden Forschung. Sie bietet eine sensible Erfahrung von Materie, Raum und Licht und lädt dazu ein, sowohl die Fragilität als auch die Vitalität der lebenden Welt zu betrachten.