Stumme Rätsel, die Spuren, die Abdrücke und die Narben der Zeit fragen und inspirieren Marie-Hélène Carcanague. Das Aussehen der Felsen, die alten, verfallenen und oft überstrichenen Mauern, die Rinde der Bäume, die oxidierten Metalle, die Kritzeleien und die Graffitis… Für sie ist jede Oberfläche ein Gedächtnis und erzählt eine Geschichte.
Nach Jahren der professionellen Fotografie brachte sie die Malerei zu einer persönlicheren, „raueren“, intuitiven, fast primitiven Schreibweise. Sie liebt die Gestik und die Taktilität, die sie mit sich bringt. Mit Zufällen, Ausrutschern und Unfällen spielen. Nicht mehr kontrollieren, ungehorsam sein, Flecken machen, planschen, in Pfützen laufen…
Indem sie ständig experimentiert und ins Unbekannte geht, sagt sie, dass sie sich selbst überrascht.
Hauptsächlich mit Acryl wagt sie sich in die Texturen, die Überlagerungen von Schichten, in Transparenz oder Dicke, zu denen manchmal Collagen, Abdrücke oder geheimnisvolle Schriftzüge hinzugefügt werden.
Zwischen Abstraktion und Figuration hinterfragt ihre Malerei den Menschen, den sie als schlecht erzogenes Tier bezeichnet, im chaotischen Biotop, das er sich geschaffen hat. Mit einem Hintergrund aus Unordnung lädt sie uns an die Grenzen eines traumhaften und fantastischen Universums ein.
Ausbildung: Ecole des Beaux-Arts / ISDAT Toulouse
Hauptausstellungen:
C. culturel Chabran Draguignan, C. culturel H. Desbals Toulouse, Maison des Arts Bages, Maison Gramont Fanjeaux, C. culturel Aveyron, Arts Point de Vue Lauzerte...