Die Gemälde von Sue Kennington sind von Atmosphäre durchdrungen. Obwohl sie im Wesentlichen abstrakt sind, spielt ihre Arbeit auf natürliche Formen an: Wälder mit beleuchteten Landformen, die in einer fernen Distanz flackern, verdeckte Vegetation, unspezifische, aber dennoch irgendwie erkennbare Objekte, die im Raum schweben. Man nimmt hier Licht wahr, das hinter dem Gewirr der barocken, stark gestischen Pinselstriche leuchtet, die Kenningtons anhaltendes Interesse am Chaos und den Systemen, die die natürliche Welt untermauern, innewohnen.
Fundamental für ihre Praxis ist ihre Faszination für Farbbeziehungen, die das außergewöhnliche Potenzial von Farbe als sinnliches Werkzeug nutzt. Die Kombination dieser Farbverwendung und der unmittelbaren Erfahrung, viele Jahre in einer verlassenen Wildnis zu leben, trägt zur traumähnlichen Qualität der Arbeit bei. Die Künstlerin bewohnt diese Orte und arbeitet daran, die Form mit dem Gefühl zu sättigen. Ein Gefühl des Verlusts aus diesen vernachlässigten, einst so geliebten und bevölkerten Orten verbindet sich mit einem Gefühl der Erneuerung, das durch das Licht gegeben wird, das von der Arbeit ausgeht.
Sue Kennington wurde 1955 in London geboren und lebt und arbeitet jetzt zwischen ihrem Studio in einer abgelegenen ländlichen Gegend in Zentralitalien, Rom und dem inneren London. Ihre Arbeiten waren Gegenstand kürzlicher Einzelausstellungen in Italien - Clearing (2023) in Curva Pura Rom und Third Hand (2018) in C2 Contemporanea, Florenz, Italien. 2019 wurden ihre Gemälde zusammen mit Fleur Simon in der Sid Motion Gallery in London präsentiert, und 2024 und 2025 hatte sie Gemälde in Small is Beautiful in der Flowers Gallery in London ausgestellt. Kenningtons Werke befinden sich in verschiedenen öffentlichen Sammlungen, darunter Paintings in Hospitals, University of the Arts, London, Liverpool University und Coventry University.